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Wedel-Schulauer Tageblatt
am

13. Januar 2010

Probeweise Sperrung an Sommerwochenende?


Von Uta Paulus

Die Elbseite der Stadt Wedel soll weiter aufgewertet werden, Ponton und Stadthafen sind geplant. Doch bereits jetzt, noch bevor ohnehin eine Umgestaltung erfolgt, pocht die FDP Wedel auf eine Verkehrsberuhigung. Und hat im jüngsten Planungsausschuss mit den Stimmen aller anderen Mitglieder den Antrag erfolgreich eingebracht, Straßensperrungen an besucherstarken Wochenenden zu überprüfen.

Dabei geht es noch nicht um konkrete Maßnahmen, sondern zunächst um einen Bericht, den die Verwaltung bis April vorlegen soll, von dem sich die FDP "Informationen und Erörterungen verspricht, welche Auswirkungen verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Maritimen Meile selbst und auf das übrige Stadtgebiet haben." Ausschussvorsitzender Peter Meier (CDU) wies darauf hin, dass "vieles schon getan wird, zum Beispiel beim Hafenfest." Bürgermeister Niels Schmidt ergänzte, dass "die zeitweisen Sperrungen aber dann nur mit Ordnern funktionieren." Rainer Karnstädt, der für die FDP den Antrag einreichte, schlug vor, probehalber ein Wochenende im Sommer zu sperren, um Erfahrungswerte zu sammeln.

Zusätzliche Parkplätze einrichten


Bauamtschef Klaus Lieberknecht erklärte auf Nachfrage, dass solche Überlegungen auch in die gesamte Überplanung der Maritimen Meile einbezogen werden sollten. Bei Sperrungen müsse beachtet werden, dass sich der Verkehr in andere Straßen verlagern würde. Bereits der Verkehrsentwicklungsplan von 2004 habe gezeigt, dass "man die Verbindung nicht einfach kappen kann." Geprüft werden soll auch, hinter dem Gelände der Firma Schneider zusätzliche Parkplätze einzurichten. Tychow Behnke, Geschäftsführer des Schulauer Fährhauses, ist sekptisch: "Ich weiß, dass die Leute einfach nicht weit laufen wollen." Der Parkplatz des Fährhauses müsse "in jedem Fall anfahrbar bleiben". Immerhin sei dies auch die einzige Stellmöglichkeit für Busse. Auch für Isis Fischimbiss wäre eine Sperrung von Nachteil. Viele Motorradfahrer nutzen die Möglichkeit, direkt vorzufahren und bei Kaffee und Brötchen mit Blick auf die Bikes zu fachsimpeln. Deren Motorenlärm steht ebenfalls in der Kritik von Anwohnern und FDP.