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Wedel-Schulauer Tageblatt am 15. Mai 2009 |
Notlösung statt Brücken? Von Uta Paulus Die FDP bestand im jüngsten Planungsausschuss darauf, Querverbindungen per Brücken mit in einen Prüfauftrag aufzunehmen. Viele Wedeler nutzen das Rad als Fortbewegungsmittel, doch Spaß macht es nicht immer. Diskussionen um die enge, als gefährlich empfundene Mühlenstraße, deren Bürgersteig oft zum Radweg wird, und um die ungenutzten Fahrradständer am Bahnhof zeigen, dass viel getan werden muss, um Radeln attraktiver zu machen. Doch die Umsetzung des Radwegekonzeptes - von einem Ingenieurbüro ermittelt und nun in der Diskussion der Politik - erweist sich als schwierig. Im jüngsten Planungsausschuss wurde über erste Maßnahmen diskutiert. Dr. Valerie Wilms (Grüne) hatte den Antrag gestellt, in der Mühlenstraße einen Schutzstreifen von 1,25 Meter Breite zu markieren, in dem Radfahrer sich sicherer fühlen sollen. Die FDP befürchtete dadurch nur eine "Verschlimmbesserung", da sich der Verkehr stauen könnte, wenn Pkw-Fahrer nicht vorbeikommen. Stephan Kröger (Linke) sagte, es käme auf einen Versuch an: "Die Streifen haben sich vielfach bewährt. Und da es ja kein großer Aufwand ist, lassen sie sich ja auch zur Not leicht wieder wegnehmen." Doch für den Liberalen Rainer Karnstädt lag das Problem auch noch woanders: "Der Antrag von Frau Dr. Wilms erweckt den Eindruck, dass die anderen Anträge zurück zu stellen sind." Dies sei nicht im Sinne des Radverkehrskonzeptes, es könne nicht sein, "dass man überall da, wo es schwierig ist, mit Notlösungen rangeht", so Karnstädt. Er spielte damit auf die geplanten Radwege-Verbindungen zwischen Jörg-Ballack-Weg und Auweidenweg sowie zwischen Schulstraße/Jungfernstieg und Gorch-Fock-Platz an. Die FDP hatte darauf gepocht, diese mit in einen Prüfauftrag an die Verwaltung aufzunehmen. Doch dafür müssten Brücken gebaut werden, deren Kosten weit höher liegen werden als die für einen Schutzstreifen. Darauf wies auch Planungsausschuss-Vorsitzender Peter Meier (CDU) hin: "Wir müssen ja auch auf den Haushalt gucken. Es bringt ja nichts, etwas zu beschließen, was dann finanziell nicht realisierbar ist." Dass die CDU trotzdem nicht von den Brücken abzubringen seien, "diesen Beweis werden wir antreten, wenn die Haushaltsmittel eingeworben werden", sagte Meier. Karnstädt betonte: Die FDP "möchte, dass das Verfahren als solches in Schwung kommt". Schließlich wurden die beiden Verbindungen und der Schutzstreifen in den Prüfauftrag aufgenommen. |
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